Arbeitsplatten – so unterschiedlich wie nie

Jede Küche ist nichts ohne ihre Arbeitsplatte. Stabil muss sie sein. Widerstandfähig ebenso, denn sie wird mit allen Materialien, die eine Küche hergibt, herausgefordert: Wasser, Fruchtsäure, Zucker, mushrooms-756406_640aber Schnitte mit Messern und Schabern und natürlich Spülmittel zum Sauber machen. Dies mag etwas überzogen klingen, doch ist das Leben einer Arbeitsplatte nicht ganz einfach. Dennoch sollte sie sehr langlebig sein. Schließlich sind Arbeitsplatten nicht ganz günstig und nicht wirklich einfach auszutauschen. Trotzdem haben sich unterschiedliche Materialien etabliert, sodass man nicht mehr sagen kann, dass sie grundsätzlich aus Steinmaterial geschaffen sein sollten.

Die Korkarbeitsplatte

Ja, richtig Kork! Und ja, jeder denkt zunächst, dass dies nicht das richtige Material für eine Arbeitsplatte sein kann. Trotzdem wird es mit Erfolg verwendet. Denn so wasserdurchlässig, wie es erscheint, ist es nicht. Ebenso können, obwohl es so weich ist, Messerschnitte nicht wirklich schädigen. Es sei denn, dass das Messer mit großer Kraft und viel Schwung hineingestochen würde. Mit herkömmlicher Fugenmasse wird der Kork eingesetzt, ähnlich wie ein Mosaikspiegel.

Die Zwischenräume zwischen den runden Korkscheiben werden ebenfalls mit der Fugenmasse gefüllt. Damit sich die Fugenmasse sich aus Versehen nicht wieder auswäscht, sollte recht lange gewartet werden, damit sie wirklich durchgetrocknet ist. Die vorderen Leisten werden aus Alu aufgesetzt. Dies ist zwar ein wenig kompliziert, gewährt dafür 100 % ige Sicherheit vor eventuellem Hochreißen durch Hinterhaken.

Rockies aus der Tüte

Für diese Arbeitsplatte werden kleine Quarzsteine mit flüssigem Kunstharz gemischt und zu einer ebenen Arbeitsfläche verarbeitet. Dieses Gemisch kann ganz einfach auf die alte Arbeitsplatte aufgetragen werden. Zuvor ist es nur notwendig, dass die alte Platte angeraut wird. Zur Verarbeitung ist lediglich eine Maurerkelle nötig. Diese muss während des Vorganges jedoch des öfteren mit Seifenwasser besprüht werden, damit das Kunstharzgemisch problemlos verstrichen und in Form gebracht werden kann. Hierfür wird eine ruhige Hand benötigt, damit die Form und vor allem der Abschluss optimal konstruiert wird.

Ist dies gelungen, steht man vor einer extrem robusten und einmaligen Arbeitsplatte. Denn jede Platte wird aufgrund der unterschiedlichen Steinzusammensetzung ein Unikat werden. Durch den Bestandteil Kunstharz widersteht es nahezu allen Herausforderungen, die eine Küche hervorbringen kann: Hitze, Wasser, Fruchtsäuren und ähnliches können ihm nichts anhaben. Auch Fliesenmosaike oder Betonoptik ergeben eine prima Arbeitsfläche, sowohl in der Küche als auch in anderen Bereichen.

So kann diese Technik selbstverständlich auch im Bad als Ablage oder zur Optimierung der Regalbretter eingesetzt werden. Mit Farben kann in jedem Fall gespielt werden, wenn der reguläre Steinzeug Look nicht mehr gefragt ist.